hne zu zögern, drückte Gruber ab.
Die Büsche explodierten förmlich; verwandelten sich in eine Wolke aus zerrissenen Zweigen und perforierten Blättern. Ohne zu zögern hetzte Gruber los; riss die Reste des Gebüsches zur Seite. Direkt vor ihm erstreckte sich das Unterholz: große, dürre Bäume, noch mehr Büsche und ein mit Laub überzogener Boden. Teil des Naherholungsgebietes, das direkt an die Häuser angeschlossen war. Die einstige Oase für jeden stressgeplagten Menschen. Wie oft war
er mit Lea die vielen Wege entlangspaziert; hatten sie am Ufer des kleinen Sees gesessen und die Sonnenstrahlen beobachtet, die sich an der Wasseroberfläche gespiegelt hatten -
Da! Ein Geräusch! Direkt vor ihm!
Schritte!
Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Seine Augen leuchteten auf.
Er drückte ab.
Das Echo des Knalles wanderte phantomgleich durch die Finsternis, bevor es verschwunden war. Mit weit ausladenden Schritten marschierte Gruber vor. Musterte das gewaltige Loch, das er dem Baum verpasst hatte.
»Euch mach ich fertig! Ihr verfluchten Wichser! Ich mach euch platt, bevor -«
Zu seiner Rechten bewegte sich etwas. Er drehte sich um.
Im schwachen Mondlicht erblickte Gruber eine Gestalt, die langsam - beinahe vorsichtig - näher kam. Sein Instinkt sagte ihm, dass sie menschlich war. Keiner von denen.
Wirklich? Bist du dir da ganz sicher? - Sie hat ´ne Waffe. - Na und? Ist das ein Beweis? - Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
»Stehen bleiben!« schrie Gruber den Schemen an. »Waffe fallen lassen!«
Die Pistole fiel zu Boden. Hastig zog Gruber seine Stabtaschenlampe hervor und richtete den Schein genau ins Gesicht des Unbekannten. Keine leichte Aufgabe, wenn man gleichzeitig noch zwei schussbereite Gewehre zu halten hatte.
Der Unbekannte … war eine Sie.
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